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Projekttage der Oberstufe


Facettenreiche Projekttage der Oberstufe Erstfeld (Bericht und Fotos von Caroline Christen)

Dem innovativen Lehrerteam der Schule Erstfeld schweben immer wieder neue Ideen vor. Um den gewohnten Alltagstrott etwas zu umgehen und den Lernenden die Möglichkeit zu bieten, sich auch mal in anderen Belangen ausleben zu können, wurden die Projekttage lanciert. Mit grosszügiger Unterstützung des Schulrates fanden die ersten Projekttage von Mittwoch bis Freitag vor den Fasnachtsferien statt. Die Lernenden konnten dazu zwischen insgesamt sieben verschiedenen Angeboten auswählen.


Die Projekte fanden in ganz verschiedenen Themengebieten statt. Computerinteressierte konnten sich bei „Einsen und Nullen“ mit dem Auseinandernehmen und Wiederaufbauen eines Computers ausleben.

Sprachaffine Lernende beschäftigten sich mit der Sprache Französisch und kamen in den Genuss einer Reise nach Fribourg.

Bei „More than Honey“ drehte sich alles um das flüssige Gold und wie es von der Biene via Imker in unsere Gläser kommt.

Um die Problematik des eher langweiligen Pausenplatzes in Angriff zu nehmen, waren neun Schüler aktiv und gestalteten den Aussenbereich etwas um. So wurden beispielsweise ein Mühlestein und das Wikingerspiel Kubb hergestellt, welche die Lernenden nun jeweils in den Pausen gebrauchen können.

Ebenfalls sehr kreativ lebten sich die Teilnehmer des Projektes „Streetart“ aus. Gemäss dem Vorbild Bansky, welcher durch seine Schablonengraffitis bekannt wurde, erstellten sie aufwändige Schablonen und dekorierten so einige Wände im sowie ums Schulhaus. Der lebensgrosse Basketballer auf dem Pausenplatz können auch sie jederzeit anschauen gehen.

Im „Restaurant“ wurde geschnippelt und gekocht. Jeder durfte sich anmelden, um am Mittag oder Abend dort bekocht zu werden. Mit grosser Freude durfte jeweils zahlreichen Gästen ein besonderes Erlebnis aus der Schulküche garantiert werden. Das leckere Essen und die Gäste aus der Schule, von Verwandten und Bekannten machten das Restaurant zu einem gemütlichen sowie einmaligen Treffpunkt.

In allen Projekten wurden eigene Programme verfolgt, deshalb soll der Tagesablauf des Projektes Sport+ einen kurzen Einblick in die drei Tage geben. Die Teilnehmer widmeten sich verschiedenen Facetten des Sports. Am Dienstagabend nahmen sie im Rahmen des Plusport an einer Sportstunde der speziellen Art teil. Gemeinsam mit körperlich oder geistig behinderten Menschen erlebten sie Einblicke in deren Welt. Auf eindrückliche Weise konnte so gelernt werden, wie sich blinde Menschen

orientieren oder wie viel Mut es braucht, einer Person „blind“ zu vertrauen. Mit ihrer offenen und hemmungslosen Art wurden die Schülerinnen und Schüler sofort in ihre Runde aufgenommen und miteinbezogen.

Weiter ging es am Mittwochmorgen im schuleigenen Schwimmbad. Dort übten sich die Lernenden mit Schnorchel, Taucherbrille und Flossen. Es wurde gelernt mit der ABC-Ausrüstung umzugehen und zu tauchen. Zum Schluss wurde das Gelernte gleich noch beim Unterwasser-Rugby angewendet.

Am Donnerstagmorgen versuchten sich die Teilnehmer im Radball. In der Halle des Radsports Altdorf durfte die Infrastruktur inklusive der speziellen Fahrräder genutzt werden. Nach dem Gewöhnen an den Starrlauf und die stets stehende Körperhaltung wurden die ersten Duelle ausgetragen. Trotz einigen Stürzen und lustigen Szenen machte dieser Exkurs in eine unbekannte Sportart riesen Spass.

Am Nachmittag war Kreativität gefragt. Basierend auf bereits bekannten Spielen und Sportarten, mussten die Lernenden eigene Spiele entwickeln. Zuerst wurde mit einfachen Regel- oder Materialanpassungen ein Spiel immer wieder verändert. Am Ende mussten in Kleingruppen zwei Sportarten zu einem Spiel verknüpft werden. Es wurde definitiv viel gelacht über die lustigen Ideen und den neuen Spielformen.

Am Freitagmorgen drehte sich alles um Rückschlagspiele. Gestartet wurde mit der neuen Sportart Street Racket. Nach diesem Warmlaufen wurde mit Hallen-Squash und Maxi-Tennis weitergemacht. Am Nachmittag wurden erneut Erfahrungen im Bereich Behindertensport gemacht. Mit Augenklappen und Pamir wurde so manche Sportart neu erlebt. Mit Hilfe von Klingelbällen mussten sich die Lernenden alleine auf ihr Gehör verlassen, um Tore zu verhindern. Mit diesem letzten Block wurde der Kreis zum Start am Dienstagabend wieder geschlossen. Die sichtlich müden und erschöpften Schülerinnen und Schüler wurden nach diesen drei speziellen Projekttagen in die wohl verdienten Fasnachtsferien entlassen.